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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umstieg von Nikon D200 zu Pentax K10D



arachno
13.10.2007 22:35, 22:35
Hallo,

ich bin Umsteiger von Nikon zu Pentax und möchte Euch kurz erzählen warum ich gewechselt habe [wen´s nicht interessiert, der kann sich jetzt einfach rausklicken .... ;-) ]

Seit 27.07.07 habe ich nun die K10D Grand Prix. Nachdem ich mir schon Monate zuvor einen Wechsel von Nikon zu Pentax überlegt und dabei die K10D bereits ins Auge gefasst hatte, hatte letztendlich der Bauch die Entscheidung getroffen und ich hab das GP-Set (lt. Pentax eines von 200 in Deutschland) erworben. Und auch die Hände waren am Kauf dtl. beteiligt: bzgl. der Haptik ist die K10D incl. dem BG m.E. derzeit nicht zu übertreffen (annähernd die Fuji S3-Pro kommt an dieses "Feeling").

Ihr seht: mit Auge, Bauch und Hand war dies ein sehr körperbetonter Kauf; der Geist zieht nun Monat für Monat bei den Ergebnissen nach. Und ich bin - rückblickend betrachtend - von meiner Wahl nicht enttäuscht worden.

Am Anfang war ich über die Qualität der Bilder (JPEG) im Vergleich zur D200 enttäuscht. Doch mit genauer Lektüre der Anleitung und Veränderungen einiger Parameter zur vorgegebenen Standardeinstellung sehe ich zwischenzeitl. bis ISO 400 keinen Unterschied. Bei ISO 800 war die D200 besser als die K10 doch dafür hat letztere einen im Gehäuse eingebauten Stabi, den ich nicht mehr missen möchte und das ganze System dtl. günstiger macht, da ich nicht die teuren stabilisierten Objektive kaufen muß. Dass ich ältere manuelle Objektive gut passend günstig erhalte (und auch mit Stabi verwenden kann!) ist ein feines Extra!

Nachdem ich zum Einen grundsätzlich ungern im Hauptstrom der Konsumwelle mitschwimme (dies gilt auch für Autos u.a. mehr) und ich es zum Anderen immer mehr leid wurde die hohen Preise von Nikon - für eine unbestritten gute Qualität - zu bezahlen (s.o.), suchte ich nach einer Alternative.
Da Canon m.E. ähnlich wie Nikon einzustufen ist und ich vor Jahren im Wechsel von analog zu digital, von Canon FD (mit dem Bajonettwechsel hatte Canon hier m.E. die alten Kunden mit ihrem Fundus an teilw. sehr guten Objektiven vergessen) zu Nikon wechselte, schied auch diese Firma aus.
Da blieben dann nur noch Olympus, Pentax u. Sony (in techn. Nachfolge von Minolta) übrig. Olympus mit dem kleinen Sensor schied für mich gleich aus (auch die Haptik der Gehäuse passte mir an den kleinen "Spielzeug-Cams" nicht so recht) und Sony hat mich auch nicht so recht überzeugt.
Die K10D, mit angeschraubtem BG in der Hand haltend war dann letztendlich ausschlaggebend.

Nach den ersten 2 Wochen im Sommerurlaub und den techn. Versuchen und Einstellungsänderungen, bin ich mit meiner K10D mit BG (und hier gibts aus meiner subjektiven Sicht aus haptischen Gründen derzeit nichts besseres am Markt) doch sehr zufrieden.

Somit sagt Euch jetzt als ein durchaus zufriedener Neu-Pentaxer (darf man nach knapp 3 Monaten noch sagen)

Lenni
01.11.2007 19:30, 19:30
Hallo, Gratulation zum Umstieg! Ich bin seinerzeit von Contax zu Minolta gewechselt, da ich im AF Vorteile sah und die Objektive im Preisleistungsverhältnis besser waren. Original Minoltalinsen waren zahlbar, Zeiss nicht mehr. Ich war mit Minolta mehr als glücklich und hatte einige Gehäuse - Analog noch immer die D7.

Dann kam der Umstiegsgedanke, da meine D7D den Geist aufgegeben hatte, an der D5D das Display nur noch flackerte und der Griff der D7D als unreparierbar von Sony bezeichnet wurde und mir der Kaufpreis zurück erstattet wurde.

Aber wohin umsteigen? Für mich kam Canon nicht in Frage, da ich häufig im Telebereich Fotos mache und das ganze mit einer 5D sehr teuer wird. Pentax und Oly kamen nicht in Frage, da hatte ich irgendwie keine Beziehung zu.

Dann nahm ich eine D200 in die Hand und war verliebt. Da ich noch auf dem Minolta Kram saß, habe ich erst mal eine D80 gekauft und dann erst die D200.

Warum erzähle ich dir das? Weil es interessant ist, wie unterschiedlich die Leute ihr System aussuchen, der eine ist begeistert und der andere wechselt.

Mich würde interessieren, warum du die D200 abgestoßen hast und welche Optiken du hattest.

Prima ist auf jeden Fall, dass du dich mit deiner neuen Cam wohl fühlst.

Gruß

Lenni

arachno
02.11.2007 15:36, 15:36
Hallo Lenni,

Deine an sich einfache Frage ist so leicht wiederum nicht zu beantworten. Ich versuchs (per kleinem Roman ;) trotzdem mal.

Wenn ich rückblickend versuche die Gründe zu analysieren, die zu diesem Wechsel führten, waren es vor allem die folgenden Faktoren:
1. ich merkte, dass ich all das, was die D200 bietet, nicht in ihrer Gesamtheit brauchte (es ist doch gut, die eigene Überschätzung gelegentl. zu erkennen);
2. Objektive mit Stabilisatoren für die Nikon waren (und sind) einfach sehr teuer. Von Fremdherstellern wie Sigma u. Tamron gabs im späten Frühjahr (Zeitpunkt der Wechselentscheidung) nur Ankündigungen (und ausschließlich im "Superzoombereich") und günstig waren/sind die auch nicht. Der im Gehäuse eingebaute Stabi, wie ihn Olympus, Pentax und Sony (und ja auch - Dir mehr als bekannt - ehedem schon Minolta) haben, eröffnete einen größeren Bereich möglicher und günstiger Objektive;
3. bei längeren Fototagen mit vielen Bildern ist m.E. ein BG notwendig. Die D200 mit BG ist schon ein Riesenteil und war für mich dann nicht mehr handlich. Die Pentax mit dem BG lag sofort optimal in meiner Hand (siehe auch meinen letzten Beitrag dazu).
4. und zuletzt war es - wie ja schon mal genannt - der Bauch der hier mitspielte. Das Nikonsystem war damals, als ich wieder in den SLR-Bereich einstieg die 1. spontane (und eben nicht reiflich überlegte) Alternative, die mir nach Canon einfiel. Ein Schnäppchen von Fuji S3 und dann die gute und solide D70 führten zur D200.

Nach vielen Überlegungen und auch bevor sich evtl. ein größerer Objektivbestand aufbaute, eben dann der bewusste Weg zu einer guten "kleinen" Marke und einem Anforderungsprofil, das nun etwas realistischer war als früher.
Die K10D, mit dem gleichen Sensor wie die D200 ausgestattet, war dann die optimale Cam für mich (und wenn die K100S den 10MP-Sensor haben würde, hätte mir die mit einem BG - wie z.B. von Ansmann - auch ausgereicht). Dass ich bei dem Verkauf der D200 noch einen guten Preis erhielt und letztendlich mit dem Kauf der günstigen K10D dann noch etwas Geld übrig blieb, erfreute die alte Krämerseele in mir.

Habe bis jetzt die Pentax-Linsen 4/16-45 und 2.8/100 Makro sowie das 28-300er von Tamron. Ein Kenko 2x-Konv. für P-AF ergänzt meinen kleinen Bestand. Bin nun am sparen auf ein gutes Tele (das, so hoffe ich, als 2.8/200 od. 4/300 in 2008 von Pentax auf den Markt kommt) und irgendwannmal wird das 16-45 durch eine lichtstärkere Version (z.B. das 2.8/16-50) ersetzt werden.

Ausgeliehen hab ich mir bis zum Frühjahr von einem Bekannten ein Spiegeltele 5.6/500 mit T2-Anschluss zum ausprobieren. Werde es bei schönem Wetter mal mit dem Stabi testen. Die ersten Versuche mit Stativ waren nicht schlecht, aber eben auch nicht umwerfend (is halt schön klein diese "Korea-Spiegel-Linse" von Samyang). Zudem fehlt ihm dafür ne Stativschelle, was für ein Objektiv dieser Brennweite, auch wenn sehr kurz u. leicht, ein dtl. Malus ist.


Was hat Dich eigentlich bewogen mit Deinen Objektiven aus Minolta-Zeiten zu Nikon zu gehen? Wäre da nicht die Sony Alpha 100 (die ja den Stabi aus den letzten Minolta DSLR´s bekommen hat) der kompatible Schritt gewesen? Und jetzt die Alpha 700 mit dem gleichen 12MP-Sensor und dem 3"-LCD wie die neue D300 und die D3 (zumal ja Sony hierfür der Lieferant von Nikon ist)! - Hast Du Dir das schon mal überlegt? Wär das nicht ne letzte Versuchung wert? Oder bleibts jetzt definitiv bei Nikon?

Wie auch immer, hauptsache wir sind zufrieden mit unseren Gerätschaften und den damit erzielten Bildern. So groß und unterschiedliche ist die Technik ja nun auch wieder nicht und letztendlich ist doch das Meiste vom personifizierten Unsicherheitsfaktor hinter dem Sucher abhängig.

Ciao,
Wolfgang

3x editiert wegen Tippfehlern, der Rest gehört Euch!

Lenni
02.11.2007 21:05, 21:05
Danke für den Bericht, den kann ich besser nachvollziehen, als du denkst :D

Am Anfang habe ich gesagt, was solls, wenn es KoMi nicht mehr gibt, ich habe gute Linsen und 2 erstklassige Gehäuse. Beide, die 5 und die 7 haben mir das gegeben, was ich wollte. Die smarte 5 fürs kleine Gepäck und kleine Linsen als 2. Body in der Tasche und die reife 7 mit jeder Taste auf anhieb im Griff :O :O :O

Doch dann kam was ich nie für möglich gehalten hatte. Mein Griff der D7 nicht mehr reparabel (nur der Auslöser hat ausgesetzt, bzw. den der Kamera dann auch blockiert). Griff weg und Kohle zurück und weit und breit keine Griff unter 250 EUR gebraucht zu erhalten. Meine D7D von den ersten Serien hat der Error58 ereilt, weggeschickt und ebenfalls alt ausgesehen, keine Ersatzteile. Die D5D fängt in Thailand an zu spinnen, Monitor blinkt häufig, stört nicht weiter, zum kurzen draufschauen reichts ja. Plötzlich nur noch ein kurzes Aufblinken nach dem Foto und dann nix mehr X( Also D5D auch hin. Dann bei diesem Laden bleiben und eine A100 Plastebomber mit dickem 2.8 70-200 bedienen? Nee, da fallen dir ja die Hände ab X(

Was ich dann getan habe, konntest du schon oben lesen. Die D200 liegt mit Griff super in der Hand, die Bedienung ist ähnlich der D7D. Mein Linsenpark ist bis auf eine Linse absolut komplett. Vom 12-24 über 1.8 50, 1.8 85 und 2.8 100 mm und 24-85, 2.8 80-200 und 4.0 100-300 bin ich gut ausgestattet. Ab und zu ärgere ich mich, das ich keinen AS mehr habe, aber wie gesagt selten.

Hätte ich meine D7D noch, würde ich jetzt sogar auf dei A700 umsteigen, da das ein richtiges Gerät und preislich unschlagbar ist. Aber ich habe meine Entscheidung vor 1 1/4 Jahren getroffen und es bleibt jetzt bei Nikon :)

Mein Arbeitskollege nutzt die e510, das Ding ist der reinste Computer mit Bildbearbeitung, intelligenten Motivprogrammen etc. Die Bilder sind auch nicht schlechter, wenn nicht besser, als die der D200, da er eine Top Linse drauf hat und einen 2-fach Crop im Telebereich wirklich nicht schlecht ist. Aber nochmals umsteigen, NEIN, erst wenn Nikon nicht mehr existiert :)

Viel Spaß noch beim Hobby

Gruß

Lenni